Jenseits von Infrastruktur. Neue Aufgabengebiete für Bibliotheken in der akademischen Publikationslandschaft

We built much of the infrastructure to publish academic content digitally and in open access. What are the next steps?

Dieser Post ging aus einem Vortrag für die Jahresversammlung der AG Informationskompetenz Schweiz hervor, die unter dem Titel “Publikationsdienste in Bibliotheken – was, wann, für wen?” am 25. September 2017 in Bern stattfand.

Ich habe das große Glück, dass ich seit einigen Jahren als Chef vom Dienst und Mädchen für alles im Publikationsbüro des Heidelberger Exzellenzclusters Asien und Europa direkt an der Schnittstelle zwischen Autoren, Technik, Bibliothek, Open Access und Verlagen sitze und somit einen guten Eindruck davon bekomme, welche Herausforderungen und Möglichkeiten sich für alle Beteiligten in der sich rapide ändernden wissenschaftlichen Kommunikationslandschaft ergeben.
Die meisten Fragen, die an mich gerichtet werden, haben entweder mit akademischem Schreiben auf Englisch zu tun (was ich seit vielen Jahre unterrichte) oder sie betreffen unsere Publikationsinstrumente, die wir seit 2009 am Cluster „Asien und Europa“ aufgebaut haben: unsere elektronische Zeitschrift Transcultural Studies, unsere Buchserie bei Springer, die seit 2010 erscheint, und eine neue Open Access Gold Buchserie, die wir im 2015 gegründeten Universitätsverlag heiUP publizieren. Während ersteres ein klassisches Beispiel ist für eine Kooperation von UB und Wissenschaftlern, die eine neue Zeitschrift auf OJS auflegen möchten, suchten wir für die erste Buchserie von Anfang an eine flexible Open Access Lösung mit einem renommierten Verlagshaus.
Wir entschieden uns für Springer, denn 2010 war dieser Verlag (wie in mancher Hinsicht bis heute) unter den führenden was Open Access betraf. Der Weg den wir  vereinbarten (dies war noch einige Jahre vor Springer Open anlief) erlaubt es uns die Bücher nach fünf bzw. vier Jahren Embargozeit als PDFs auf unserer Webseite zum Download freizugeben. Das ist eine eher ungewöhnliche Vereinbarung, die so vermutlich auch nicht ewig weiterlaufen wird, aber es erlaubt uns die Inhalte unserer Buchprojekte noch innerhalb der Laufzeit frei zugänglich zu machen.
Das dritte Publikationsinstrument entstand vor drei Jahren im Zuge eines Pilotprojekts, das die bereits angesprochene Gründung des Open Access Verlages heiUP unterfütterte: eine zweite Buchserie, diesmal komplett im Open Access Gold. Aufbauend auf die Arbeitsabläufe, Kooperationen und Erfahrungswerte, die wir in der Entwicklung und Produktion des E-Journals und der Springer Serie gesammelt hatten, wagten wir in einer engen Zusammenarbeit mit der Uni Bibliothek den Schritt in die Produktion von Open Access Gold Büchern vor Ort. Wir haben es bei diesem Projekt nicht nur geschafft Open Access Bücher ins Netz zu stellen und einen Universitätsverlag zu gründen, sondern auch zur Infrastruktur des Publikationsprozesses beizutragen: zum einen durch die Entwicklung eines XML-basierten Produktionsprozesses und zum anderen durch eine innovative Darstellung der HTMLs. Die Ergebnisse sind Open Source, das Projekt ist abgeschlossen, die Buchserie ist angelaufen, der Verlag ist gegründet und auf das zweidimensionale Interface bin ich besonders stolz.

Nun gibt es ja die weitläufige Vorstellung: if you build it they will come und wenn man sich die Bauwut betrachtet, mit der wir und zahlreiche andere findige Leute in den letzten Jahren digitale Instrumente und Werkzeuge rund um die akademische Kommunikation geschaffen haben, dann sollte man meinen, dass die verschiedenen Kommunikationsabläufe jetzt – weil leicht zu handhaben – akzeptiert und weit verbreitet sein müssten. Die Wirklichkeit sieht aber nach wie vor anders aus.

Es ist trotz aller Entwicklungen immer noch so, dass viele Wissenschaftler unengagiert und bisweilen sogar uninformiert sind über die Möglichkeiten, die ihnen offenstehen und über die Herausforderungen, die sie meistern müssen um international konkurrieren zu können. Dazu gehören Open Access und die Nutzung digitaler Werkzeuge ebenso, wie die nicht unerhebliche Hürde des Schreibens in einer anderen Sprache für einen Publikationsmarkt mit fremden Gepflogenheiten. VIelen Wissenschaftlern ist einfach nicht bekannt, was in der akademischen Kommunikationslandschaft passiert, welche Mechanismen dort zugange sind und was mit den Inhalten geschieht, die dort abgebildet werden.

Das hat verschiedene Gründe: Der wichtigste Faktor ist nach wie vor das Prestige-Gefüge in der Wissenschaft, aber auch der Zeitmangel spielt eine Rolle und vor allen Dingen der Mangel an Kommunikation – nicht nur was die Überzeugungsarbeit zum Publizieren im Open Access betrifft, sondern auch die Wahrung der eigenen Interessen. Gerade Jungforscher haben oftmals keine Ahnung was sie in Vertragsverhandlungen beachten sollten; es geht eher darum in einem relativ namhaften Verlag zu veröffentlichen, egal wie und zu welchen Konditionen, damit die für die nächste Bewerbung wichtige Zeile auf dem Lebenslauf steht.

Quelle: https://www.sciencemag.org/news/2016/04/whos-downloading-pirated-papers-everyone

Das Ignorieren der Umstände, die Forschungskommunikation ermöglichen, fängt jedoch schon viel früher im wissenschaftlichen Kreislauf an, man denke zum Beispiel an Sci Hub.  Die Zugriffszahlen sind enorm, dabei sind sich viele im Wissenschaftsbetrieb nicht darüber im Klaren, wie prekär dieser „schwarze Open Access“ ist. Die politische Situation dieses Guerilla-Unterfangens ist alles andere als einfach und damit gibt es so gut wie keine Garantie auf Zugriff, Nachhaltigkeit, oder Langzeitarchivierung. Das ist allerdings zweitrangig, denn – egal wie fatalistisch es sein mag – es geht den Usern vor allem darum einfach und schnell auf Material zugreifen zu können.

Der Wandel der Kommunikationslandschaft und die Rolle der Bibliotheken

Tom Friedman Up in the Air (2009-2010), Tom Friedman Studio, CC-BY-SA

Es wäre aber völlig falsch, das Problem allein bei den Forschern zu suchen; es wurzelt nämlich viel tiefer. Der enorme Wandel in der wissenschaftlichen Kommunikation betrifft alle, die in diesem Metier zugange sind – ob sie dies nun wollen oder nicht. Dabei ist es durch die schnelle Veränderung keinem der Beteiligten möglich, eine auch nur mittelfristige Strategie festzulegen. Waren z.B. noch vor zwei, drei Jahren die großen Verlagshäuser damit beschäftigt eine Open Access Strategie zu entwickeln, oder im Fall der ganz Tüchtigen, eine Open Access Strategie festzuzurren, so sehen wir heute wie sich große Häuser wegbewegen von den Erstpublikationen und sich neu fokussieren auf Infrastrukturen und Daten.

Wir befinden uns also in einem dynamischen System, in dem sich alle Vorzeichen und Annahmen immer wieder ändern. Trotzdem kann man sagen, dass Open Access mittlerweile soweit ist, dass viele infrastrukturelle Anforderungen überwunden sind: es gibt viele technische Instrumente, mit denen man die verschiedensten Publikations- und Kommunikationsprozesse bewerkstelligen kann. Es geht jetzt darum, Verbindungen zu schaffen zwischen Technik, Fachcommunities, Förderungseinrichtungen und der weiteren Gesellschaft. Kurzum, es ist wert einen Versuch der Stabilisierung zu starten. Und dieser Versuch geht am sinnvollsten von den Bibliotheken aus.

Wollen sie jedoch nicht nur Knotenpunkt der akademischen Informationsverwaltung sein, sondern zum Fanal für alle Beteiligten in der Wissensproduktion avancieren, dann müssen Bibliotheken zunächst zwei Aufgabengebiete abdecken. Beide liegen jenseits der Infrastruktur: es gilt kluge Angebote zu entwickeln, die die Entwicklungen in den Campus hineintragen und eine durchschlagende Kommunikationsstrategie, die das ermöglicht. Man sieht bereits  Bibliotheken, die diesen Weg beschreiten. Ein Beispiel ist die Anpassung der Personalstrategie, wie man an folgenden Stellenausschreibungen sieht.

Personelle Veränderungen. SFU Vancouver Stellenausschreibung vom August 2017

Personelle Veränderungen. SUB Göttingen Stellenausschreibung vom September 2017

Personelle Veränderungen. TIB Hannover Stellenausschreibung September 2017

Angebote wie diese sind wichtig. Allerdings reichen sie nicht wirklich aus, um den Wandel zu ankern. Aus der Fragmentierung der Wissenschaftslandschaft sind nämlich große Probleme in der Kommunikation und der Kollaboration erwachsen. Wir arbeiten, gerade in Deutschland, in einer Struktur, die oftmals Brückenschläge und Verknüpfungen erschwert, gerade wenn es um die Autonomie in der Beurteilung, Erstellung und Bewertung von Inhalten geht. Ein Beispiel: als wir vor einigen Jahren einen Schreibservice in Kooperation mit der Graduiertenakademie für auf englisch verfasste Dissertationen ins Leben riefen, bekamen wir unerwartet starken Gegenwind von einem Professor aus dem STEM Bereich, der sich regelrecht empörte über die Anmaßung unsererseits, auf irgendeine Art in die Inhalte seiner StudentInnen eingreifen zu wollen.

Petrus Spronk, Architectural Fragments, Photograph by Alan Levine, CC-BY-SA

Mit dem Angebot alleine ist es also nicht getan: Kurse, Dienste und die dazugehörigen Stellen sind nur ein logischer zweiter Schritt, der auf die bereits erfolgte Erstellung des technischen Instrumentariums folgt. Der dritte Schritt wird der wirklich große: wir brauchen ein konzertiertes Herangehen an die Kommunikation, das in vieler Hinsicht einen Sinnes- bzw. Kulturwandel auf dem ganzen Kampus erfordern wird. Dazu ist viel guter Wille erforderlich. Für die nötige Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit brauchen die Bibliotheken hier Rückhalt nicht nur von Wissenschaftlern, sondern auch – und das ist ganz zentral – von der Hochschulleitung und der Politik.

Das wird eine formidable Aufgabe, denn bei unserem Thema geht es nicht so sehr um Forschungs- oder Lehrinhalte, sondern um ein Metathema, das seit Jahrzehnten zersplittert und oftmals hinter vordergründigen Inhalten verschwunden ist: das Handwerk des Schreibens, der Vorgang der Publikation und, vor allen Dingen, die Räson hinter beidem. Dieses Thema gilt es neu zu entdecken und beherzt anzugehen und zwar nicht nur auf institutioneller, sondern auch auf höheren wissenschaftspolitischen Ebenen. Wenn sich auch hier einiges in den letzten Jahren getan hat, so führt bis zum Abschluss des Wandels in der wissenschaftlichen Kommunikationslandschaft gewiss noch ein langer, verschlungener und steiler Weg.

Aber fahrende Scholasten schreckt das ja nicht. Also, wie man so schön auf Russisch sagt: Вперед!

Beyond the Great Firewall: Gold Open Access Journals in China

The discussions about academic publishing and Open Access, which my team and I follow, take place, to a large extent, on social media networks: Twitter in particular, but also the blogosphere is where the latest developments are often first mentioned, spread, and deliberated. Much of this discourse is carried out in English or other European languages.  This may explain why it has been so tricky for those of us lacking the linguistic skills to learn about Open Access in China.

I had the chance to get a personal impression of the developments beyond the great firewall, i.e. beyond my limited reach on Twitter, Blogger, et al., when I participated in the first Sino-German Training Workshop on Open Access Publishing in Beijing (March 12-13, 2014).

Hosted by the Chinese-Deutsches Zentrum für Wissenschaftsförderung (Sino-German Center for Research Promotion) and superbly organized by members of the National Science Library of the Chinese Academy of Sciences under the leadership of its director Zhang Xiaolin, an 11-strong German delegation came together with an 11-strong Chinese delegation and about half a dozen representatives of the publishing industry to introduce, discuss, and exchange information about Open Access gold publishing across academic disciplines. The lecture hall was filled with an audience of about seventy or eighty Chinese editors, librarians, publishers, and students.

Panels discussed hosting, networks and tools, the perspectives of commercial publishers, setting up and managing open access publishing funds, transitioning from subscription to open access models, and re-use and licensing. A collection of most slideshows (some in English, others bi-lingual) can be found here, except the excellent presentation on issues of licensing by one of the organizers, Alan Ku (Ku Liping), which can be found here (replete with a cover shot of the Chinese edition of the book on Creative Commons licenses by James Baker, Martin Eve, and Ernesto Priego)

In his keynote lecture, Professor Zhang offered a comprehensive overview of open access strategies, practices, and challenges in China (See here for an article by him on this issue published in UKSG’s Insights). One of his most pressing questions, which also resurfaced throughout the two days, was “Who will pay for this?” The quest for sensible business models and long-term sustainability is as urgent in China as it is in the West. Another highlight in Zhang’s keynote was the rapid and steady increase of papers, citations, and funding (as % of GDP). China is by now the world’s third most quoted and the second most productive R&D country i.t.o. publications. Zhang also pointed to certain problems, particularly the danger of cyclicality: things that are published in China being also quoted in China and thus skewing the mterics. On the other hand,  the number of publications based on international collaborations have been rising steadily over the last 10 years from 8000 to 30000.

Behind this boost and indeed the considerable number of Open Access journals across China is the staunch support of the Chinese Academy of Sciences (CAS) and the National Science Library.  CAS announced its pursuit of Open Access in in the wake of Berlin 8 back in 2010 and continuously expanded their portfolio of Open Access journals. The 2012 move to join SCOAP3, so Zhang, had a transformative effect in the STM community. There is also the strong consortium of the National Science and Technology Digital Library (NSTL) which, as part of the Chinese Ministry of Science and Technology, has been playing a key role in securing China’s access to international science publications since 2008 and now is a crucial supporter of China’s open access developments.

Obviously, not all open access gold endeavors coming out of China are part of CAS’ and NSTL’s infrastructure.  Yingkuan Wang, who is managing editor of IJABE, the International Journal of Agricultural and Biological Engineering, showed how a mixture of Author Processing Fees (which can be waived on request), conference organization, and advertisement keeps his journal afloat.

IJABE is running on OJS, which is also what most of the German journal projects presented at the workshop are using. Surprisingly, the Chinese audience and the rest of the Chinese delegates were not really familiar with the platform. When asked how many people in the room know about OJS, only one hand went up.  There was a very lively discussion session at the end of the workshop where the many pros and few cons of OJS were debated by those using the platform on a daily basis (and yes, I may be partial).  Perhaps it was enough to sway some of the Chinese editors in the room to give it a try. At the same time, it was highly interesting to see some of the latest alternatives that Chinese coders are developing.

China’s efforts to participate, organize, and further open access developments in publishing are impressive. Behind it stands a strong competitiveness for excellence and prestige in the global R&D environment.  Index factors, altmetrics, and other indicators of reception and reuse of Chinese research publications play a very big a role. Commercial publishers such as BioMedCentral know this and are already deeply involved in the Chinese research market – or so I gathered from the presentation/pitch in Chinese given by BMC’s Danqing Wang. While this push into traditional research outlets is unsurprising, it is vital that non-for-profit publishing outfits foster and expand their collaborations with Chinese open access initiatives to help curb overpriced APFs and other pitfalls that come with the territory.  I found it reassuring that the Chinese colleagues are as acutely aware of them as we are and just as interested in avoiding them.

I would have loved to tweet about this highly inspiring and interesting event but the great firewall made that impossible.  For the purposes of a productive exchange with open access colleagues in China, I will have to engage in good old fashioned e-mail correspondence, skyping, and hopefully personal contact. We will definitely continue talking!

 

 

 

Staring Into the Generational Gap: Munich’s Panel Discussion “Junior Researchers, Publishers, Libraries, and Open Access. Contemporary Publishing in the Humanities,” 11 February 2014.

Last week, the panel discussion “Junior researchers, publishers, libraries, and open access”, which was organized by the Bavarian State Library (BSB) and LMU’s Graduate Center, took place in the lecture hall of the Catholic Academy’s Kardinal Wendel Haus in Munich. The event was attended by more than three hundred people. The BSB’s Lilian Landes delivered a concise opening statement about the current challenges facing young humanities and social science researchers when it comes to the decision where to publish their dissertation. She posed a few juicy questions to the panel, about quality management and who picks up the tab; about how trade publishers will face the oncoming sea-change of information and publications; what services will become publishers’ unique contribution to the communication process and for how much money; how the growing scepticism among young researchers towards the publishing system can be met; how the notion of “if it is not online, it does not exist” can be dealt with in the humanities, where we are not yet facing as much pressure as in the STEM fields; what role will the prestige factor play in the open access development; how or whether universities are changing their rules and regulations about PhD bestowal to allow for open access. In short: Landes offered the panel plenty of threads to discuss an issue that concerns an entire generation of young researchers and that is in desperate need of a serious approach.

Munich Panel

Panel discussion on publishing options for junior researchers in the humanities. Munich, February 2014

What followed was a lacklustre exchange of polite opinions, most of which were based on relatively modest familiarity with the issue of open access. The notable exceptions were Hubertus Kohle (@hkohle), an art-historian and active supporter of open access, and Klaus Ceynowa, the deputy general director of the Bavarian State Library. The rest of the decision makers, who sat at a long desk flanked by Jesus on the cross and a modern art impression of divine light, exchanged half-baked truisms, seasoned only with a couple of references. One was the irksomly ill-informed article by Juergen Kaube in the Frankfurter Allgemeine Zeitung of February 5th with the slightly sensationalist title “Academics face threat of being coerced into self-publishing“.  Also, last year’s OAPEN’s report was reassuringly waved about by the representative of the publishing industry, Stefan von der Lahr, happily pointing to the report’s finding that the publication of open access books does not lessen revenue of print versions. This proved that von der Lahr was neither controversial nor concerned enough to throw down the gauntlet to Kohle or anyone else harboring pro-open access opinions. To the contrary: he works for C.H. Beck, a traditional, German-language, family owned publishing house in Munich, which just began collaborating with Open Edition Books – a sure sign that this publisher is willing to explore the changes afoot in the industry. Still, von der Lahr did not really know how to respond to the chair’s question about the pressure on young scholars to publish in English, or their need for visibility. It is not part of his daily business and so he could not address it with conviction.

This was true for most of the panel. Bernd Huber, the president of the LMU (Ludwig Maximilian University Munich), admitted that he knew very little about the issue at hand. He did opine, however, that open access gold would probably raise the costs for authors and be ultimately unaffordable; Ceynowa offered some helpful numbers about the library’s journal subscription (62500 journals in total including OA, cost about 7 million Euros per year), but also thought that hybrid publishing will be too expensive. Martin Schulze Wessel, historian and president of the Association of German Historians, spoke of how historians weave great narratives and insisted that such narratives will always require a bound book to hold them. The chair, Thierry Chervel (@chervel), co-founder of the internet culture-magazine Perlentaucher, not only refused to push these gentlemen out of their comfort zone, he came across as surprisingly fuzzy, if not to say ill-prepared, about open access issues.

The general impression was that this conversation could easily have played out in a cigar-smoke filled club somewhere. A benevolent, collegial, non-committal chat amongst peers.

Then Chervel invited questions from the floor and things changed. One question about whether it was possible to install a GitHub repository for the humanities at the state library, made it obvious that most of the gentlemen on the podium were incapable of grasping such questions and that they had extremely little in common with the young scholars whose professional publishing career they were supposed to discuss. Just the odd silence following this question made the trip to Munich worthwhile!

At the reception afterwards, one young art-historian mused: “What will they do, when they get hit by the wave of data and publication that is currently building momentum? They have no idea that it is coming their way!” She also told me that she and her colleagues (from a variety of disciplines) do not really want books anymore. Instead they are looking for communicative possibilities that allow for a completely new way of building knowledge with open review, possibilities of remixing, reusing, and expanding information in a variety of directions.

Despite the relatively superficial discussion, this event impressed me. Not for the things that were said – there was nothing new for me to learn – but because it was the first time that I witnessed with such clarity the considerable generational gap between most decision-makers who still think of e-mail and pdfs as newfangled communicative formats and those young scholars who are ready to altogether abandon linear narrative with its distinct authors and individual contribution to the field. In other words, the latter no longer wish to formulate their contribution to universal knowledge in that 600 year old genre that the former see as an indispensable hallmark of serious intellectual endeavor, which, should it bear the prestigious stamp of a recognizable publisher, must be “good”. This is is hard to swallow for a younger generation, whose research is often interdisciplinary and contributes to complex, digital information and research architecture not only with writing and data but also with coding. Try and explain such accomplishments to hiring panels that include decision makers who openly admit that they judge the quality of a young academic’s work at least partially by the name of the publisher who printed it.

Munich illustrated some strong positions on both sides of this generational divide. On the side of the establishment there is a significant fear-factor. Van der Lahr rightly pointed to some of the highly allergic reactions of (particularly smaller) publishers to the open access development because it may well become an existential threat to them. I also think that Schulze Wessel has a point with his great narrative needing an appropriate genre, although it certainly does not have to be a bound book. I do believe that building a linear argument, to support, sustain and prove it over the course of a long-form genre is a skill that is important for any academic. At the same time, there is no doubt whatever that the plethora of current digital humanities undertakings and explorations in new digital genres can be of indisputable scholarly merit and open up an entirely new way of creating and communicating knowledge. The only person at the table who was savvy enough to recognize this was Hubertus Kohle.

It will take academics like him to keep the conversation going. With a little less revolutionary fervor on the side of youth and a bit more openness, interest, and consideration on the side of an unknowing establishment, scholarly investigation in the humanities too will be able to create and appreciate a richer landscape of academic communication, a hybrid, if you will, that is truly worth building.  Munich’s discussion was an excellent start to the many discussions that are needed to get Germany’s humanities moving in the right direction.